"Die Übergelaufenen" des VCP-Bremen

Da ist z. B. der Bernd! Er ist auch unter dem Namen "Schnittlauch" in unserem Gästebuch zu finden. Bislang war es nicht ganz einfach, ihn auf alten Fotos überhaupt auszumachen. Wir danken ihm daher ausdrücklich für seine Kooperationsbereitschaft und laden auch ihn zum nächsten "Jurtenschnack" ein.

Bernd B., 2. v. l.  auf dem Sippenführer-Kurs in Rockenbach 1993 beim VCP-Frankenjura.

UND HIER IST SEIN BERICHT: 

Loretta hat zwar schon so einiges geschrieben, aber da Du ja etwas von mir hören möchtest, gebe ich auch noch etwas zum Besten.

Nachdem ich auch einige Zeit nicht mehr sehr aktiv war, kam ich 1990 wieder mit einigen Leuten des VCP-Bremen in Kontakt. Hieraus ergab sich, dass ich dann auf einem der folgenden Things, damals hießen sie noch Gauthing, in den Vorstand des VCP-Bremen gewählt wurde. Hierbei sollte ich von Christian T. und Tosch unterstützt werden.
In der folgenden Zeit versuchte ich so einiges zu bewegen und den noch vorhanden aktiven Leuten meine Vorstellung von bündischer Pfadfinderarbeit näher zu bringen. Es fanden einige Kurse statt und es wurden sogar Grundlagen für unsere künftige Arbeit erarbeitet. Diese Grundlagen wurden sogar noch auf dem Gauthing in Heidberg 1992 verabschiedet.

Die Ernüchterung für mich kam dann, als ich feststellen musste, dass es innerhalb des VCP-Bremen verschiedene Strömungen gab, die auch aktiv gegen den Vorstand gearbeitet haben. So wurde die Teilnahme an einer überbündischen Aktion (Leuchtfeuer) boykotiert, so dass Christan T. und ich dort alleine auftreten mussten. Diese Aktion war über Sylvester und diesen Tag wollte keiner für eine Pfadfinderaktion opfern.
Auch die verabschiedeten Grundlagen wurden nicht wirklich ernst genommen, und so war es für mich keine Überraschung, dass dann auf dem Thing 1993 in Nordenham die Beschlüsse wieder aufgehoben wurden.
Da ich durch die überbündische Aktion und bei deren Vorbereitung sehr guten Kontakt zur CP-Bremen und einen Einblick in deren Arbeit bekam, war für mich klar, dass das christliche Pfadfinderarbeit nach meinen Vorstellungen ist. Ich habe dieses auch nie verheimlicht, so dass ich dann 1993 meine Ämter auf dem Thing in Nordenham niederlegte und mich dann dem Stamm Götz von Berlichingen anschloss. Diese Entscheidung habe ich nie bereut.

Kurz darauf übernahm ich dann die Kasse der CP-Bremen und arbeitete aktiv in der Bundesführung mit. In diese Zeit fielen dann auch die Verhandlungen über einen Wiedereintritt in die CPD, bei denen ich aktiv beteiligt war. Die Verhandlungen liefen gut und so trat die CPB dann im Jahre 1995 wieder in die CPD ein. Unser, zu dieser Zeit schon bestehender Neuanfang "Friedenskirche" (jetzt "Stamm Edelweißpiraten") organisierte das Wiedervereinigungslager. Das Lager fand vom 21. bis 23.04.95 in     Hepstedt (Ummelforst) statt. Für dieses Lager entwarfen wir sogar einen Postsonderstempel, der ist inzwischen zu einer Sammlerrarität geworden und wird ab und zu bei e-bay angeboten.

In der CPD übernahm ich dann das Amt des Gauführers des Gau Bremen. Es war eine interessante Zeit und die Arbeit machte viel Spaß. Diese Zeit war wieder mit Verhandlungen ausgefüllt, und zwar diesmal mit der CP 21. Auch hier ging es um eine Wiedervereinigung, die dann ja auch im April 1996 in St. Goarshausen stattfand. Ein wirklich bewegender Moment, weil es nach Jahren der Trennung wieder eine gemeinsame CPD gab. Im Sommer gab es dann das erste gemeinsame Bundeslager.
In der nun größeren CPD übernahm ich dann das Amt des Landesmarkführers der Landesmark "Achter'n Diek". Es war eine aufreibende Arbeit, obwohl es auch viele schöne Momente gab. Nach 3 1/2 Jahren Amtszeit legte ich mein Amt jedoch nieder und arbeite seit dem nur noch aktiv im Stamm mit. Nicht ganz richtig, denn ich bin auch immer noch Bundesführer der CP-Bremen und nehme an diversen Sitzungen teil.

Meine letzten Pfadfinderjahre wurden dabei sehr intensiv von Loretta, Janthe und Frosch begleitet. Hierfür bin ich sehr dankbar und möchte diese Freundschaften auch nicht missen. Wir haben viel bewegt.
Wie Ihr seht, liegt mir die Pfadfinderarbeit sehr am Herzen. Wie sagte doch mal der gute alte Fritz Riebold: "Pfadfinder ist man sein ganzes Leben oder aber nie Pfadfinder gewesen".

Die Entscheidung, sich damals vom VCP-Bremen zu trennen, war damit für mich richtig, weil ich so an anderer Stelle entscheidend mitwirken konnte.

PS: Den Namen "schnittlauch" hatte ich auch schon im VCP. Er entstand während eines Kurses beim VCP-Frankenjura. Er hatte sich nur im VCP-Bremen nie so richtig durchgesetzt.

Gut Pfad 

schnittlauch

06.01.2004

Bernd Bartha
Auf dem Beginenlande 81
28277 Bremen
Tel.: 0421- 8718286

Bernd (rechts) auf Pfingstlager 1996 mit Loretta

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