Unser 'wasm8eigentlich-Kandidat' für den April 2004:
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Folker!
mit Bernd
H.
Ein ehemaliger Gruppenleiter im Gespräch:
So, dann geht's jetzt mal los: Folker mit "F", das ist das Erste, was mir zu Dir einfällt.
Jo, das ist ja auch immer noch so. Aber ich habe ja jetzt auch mal nach 20 Jahren wieder eine bildliche Vorstellung von Dir.
Tja, dann erzähl: Wie-war-das-denn-bei-Dir, was hat Dich zu den Pfadfindern verschlagen?
Ich bin damals mit vier Jahren zu den Pfadfindern gekommen. Meine Eltern haben mich einfach mitgeschleppt, konnte mich da nicht gegen wehren. Es gab dann damals ein Ritter und Bauernlager in Soltau, selbst einen Aufnäher gab es für die Teilnahme. Das war so um 1974, drei Jahre später bin ich dann in die Meute von Monika D. gekommen.
... '77 war ich dann ja auch schon in der Meute mit dabei ...
Dann folgten als Meutenleiterin ja noch Coby B. und Babara S., bevor ich dann in die Sippe von Bernd H. kam.
War da nicht auch Erdwurm (Jörg S.) in der Gruppe?
Genau, Karsten E, Karsten H. und Andreas R. waren auch dabei.
Was habt Ihr so als besondere Fahrten unternommen?
Jo, da war z.B. eine Radtour durch Schleswig-Holstein. Der Vater von Jörg S. hat uns da noch mit dem Boot in der Kieler Bucht übergesetzt.
Wie hast Du denn Bernd H. in Erinnerung?
Bernd war als Gruppenleiter ein ruhiger Typ, wir haben dann 1990 noch mal so eine Privattour nach Island unternommen, das war auch ganz schön. Nachdem Bernd dann aufhörte, übernahm Rolf B. die Gruppe. Wir haben dann 1984 noch eine Radtour durch das Weserbergland gemacht.
Du bist ja schon lange nicht mehr aktiv dabei, woran lag es?
Ich hab' dann irgendwann aufgehört, weil die Luft raus war, dann fing auch meine Lehre an.
Kannst Du Dir vorstellen wieder mitzumachen?
Nee, ist zu weit weg. Vielleicht, wenn ich alleine wäre. Aber mit Frau und Kind, die haben ja keinen Draht dazu ...
Hat Deine Frau an Deinem verhalten gemerkt, dass Du früher bei den Pfadfindern warst?
Ja, schon, aber beschwert hat sie sich noch nicht. Durch die Pfadfinderei bin ich ja auch z.B. nicht zum typischen Einzelkind geworden.
Hast Du Dir mal unsere Homepage angeschaut?
Ja, klar, bin da ein wenig reingezappt. Interessant, auch, wenn man sich wieder an die Namen erinnert.
Du hast vielleicht auch das Interview mit Uwe S. gelesen ...
Natürlich! Mutti und Vati haben mir damals eine Tüte mit Pfennigen gegeben. War irgendwie eine blöde Versteigerung: Der Zuschlag fiel an den, der das letzte Gebot abgab. Mit der Pfennigtüte konnte man da leicht gewinnen ...
Auf solchen Veranstaltungen wurde von den Gruppen ja immer etwas vorgetragen. Welcher Sketch ist Dir denn noch in Erinnerung geblieben?
Der Einzige, an den ich mich erinnere, ist der mit den Feuerwehrmännern.
Jaaah, den haben wir vorgetragen ...
Ihr hattet ein Sprungtuch ausgebreitet und gerufen: "Spring doch, spring doch ..." Ernst R. sagte dann: "Oh, der springt ja wirklich!", woraufhin Ihr alle das Tuch losgelassen habt und weggelaufen seid.
Das ..., naja, egal! Bist Du dann eigentlich deswegen zur Feuerwehr gegangen?
Nee, da bin ich eher zufällig gelandet.
Hattest Du denn selbst auch mal eine Gruppe geleitet?
Ja, mit 16 Jahren, aber nur kurz. Das war schwierig, weil parallel keine Gruppen mehr liefen. 1987 war ich dann mit der Niedersachsengruppe auf dem Welttreffen der Pfadfinder (Jamboree) in Australien. Das war super, hat mich richtig beeindruckt, auch, dass man sich auf Anhieb mit jedem versteht, der einem begegnet. Es waren so ungefähr 8000 Teilnehmer. Im Anschluß waren wir noch bei Gastfamilien untergebracht. Es hieß: "in der Nähe von Sidney". Das waren dann "nur" 450 km ...
Danach wolltest Du bestimmt auswandern ...
Stimmt, eigentlich wollte ich immer nach Canada, bin aber inzwischen häuslich geworden. Früher war ich schon unruhig, wenn ich ein halbes Jahr nicht unterwegs war.
Vermisst Du nicht so ein wenig die Kohten-Atmosphäre, wenn es draußen regnet und Du geschützt in das Feuer blickst und zu der Gitarre Fahrtenlieder singst ...
Nee, es gehörte früher eben dazu, und auch nur, wenn die Kohtenbahnen richtig imprägniert waren.
Sabine M. meinte letztens sogar: "Folker? Der kann doch gar nicht singen!"
Da hat sie Recht! Nicht so wirklich! Aber zum Jurtenschnack würde ich gerne kommen. Wenn ich das rechtzeitig gewusst hätte, wäre ich letztes Mal auch dabei gewesen.
Folker, ich danke Dir für das Gespräch!
Das in der Caffeeteria vom Krankenhaus-Ost aus dem Gedächtnis aufgezeichnete Gespräch mit Folker W. führte Oliver M. am 24.01.2004 mit freundlicher Unterstützung von Kirstin, ohne deren Notizen hier nur ein Bruchteil stehen würde. Folker, vielen Dank für den Tee!