"Die Aktiven" des VCP-Bremen

Da ist z. B. auch die Kirstin! Bislang war es, wie schon erwähnt, auch bei ihr nicht ganz einfach, sie frontal vor das Objektiv zu bekommen, wie eine kleine Auswahl von Fotodokumenten zeigt:

      

Kirstin eingemummelt, beim konzentrierten Kneten, ... bei der Feuersuche!

Ein brauchbares Foto lag bislang nie vor, bis heute! Und hier ist sie, die Musikwochenend-Beauftragte des VCP-Bremen:

UND HIER IST IHR BERICHT: 

Worpswede - Die Wochenend-Zusammenfassung 

"Also, erst kommt zweimal das Glöckchen, und dann seid Ihr dran". Holger gibt Anweisungen für den ersten Durchgang. Erwartungsvoll warten die 12 Teilnehmer des Musikwochenendes auf ihren Einsatz. Und dann geht es los: "Kommt ein E-le-fant auf uns zu-ge-rannt mit'm Bier inner Hand". Alle trommeln den Rhythmus gemeinsam auf den afrikanischen Djembé-Trommeln und sprechen dazu den "Elefanten" - so prägt sich der Ablauf besser ein. Und nach einiger Zeit klingt es schon richtig  synchron. Auf Holgers Signal hören alle auf. Strahlende Gesichter in der Runde - schon am Samstag Nachmittag nach einer kurzen Übungsphase können wir zwei Rhythmen auf der Djembe trommeln. Für Chantal, Joana und Glenn ist dies ein besonderes Ereignis - sind die Instrumente doch riesig, die sie um die Hüften geschnallt bekommen. Aber alle drei entpuppen sich als begabte Musiker - auch spät in der Nacht, als eigentlich Ruhe im Schlafzimmer herrschen soll, sind die drei immer noch dabei, die gelernten Rhythmen zu trommeln. Ernst, der erst später einsteigt, erweist sich als Schnelllerner - den "Elefanten" schafft er in kürzester Zeit, wobei ihm Oliver und Kathrin rechts und links eindeutige Hilfestellungen geben.

Das Musikwochenende in der Jugendherberge Worpswede begann am Samstag "klassisch" - aus Olivers spät in der vorherigen Nacht hergestellten Musikwochenend-Liederbuch wurden unsere "Best of" ausgewählt und mit Gitarren- und Klavierbegleitung eingeübt. Wenn dann das Kommando  "Achtung, jetzt Ruhe" ertönte, wurde es ernst: Aufnahme! Obwohl die Tonqualität nicht dem heutigen CD-Standard entsprach (was wohl vor allem daran lag, dass die Kassette, die Oliver zu Hause noch ausgegraben hatte, ungefähr aus den 80er Jahren stammte - wir haben Phil Collins überspielt) - die musikalische Qualität war sehr gut! Strubb erwies sich als "Meister der zweiten Stimme" und steuerte bei den meisten Liedern einen schönen Harmoniepart bei. Für die nächsten Fahrten und Abende am Lagerfeuer sind wir alle bestens gerüstet.

Auch die schauspielerischen Qualitäten waren gefragt - es galt, die Geschichte vom kleinen Matrosen szenisch darzustellen. Wer anderes als Glenn war für die Rolle des Matrosen einfach die Idealbesetzung. Sein Liebeswahn war sehr beeindruckend - wir werden es weiter beobachten und ihn in späteren Jahren an diese Darstellung erinnern. Joana als "Mädchen" starb klassisch dramatisch - da können sich die Hollywood-Schauspielerinnen noch eine Scheibe abschneiden.   Und die Rahmenhandlung, von Chantal vorgeführt,  stellte eindringlich die Geschichte dar.  Beim zweiten Durchlauf klappe es noch besser, und die Vorführung für Holger erntete tosenden Applaus. Auf jeden Fall ist hier neben dem Abräumer "Ging Gang Gully" ein zweites Highlight für Gruppenstunden und als Beitrag für den Singewettstreit herangewachsen.

Glücklicherweise konnten wir Samstag in einer Regenpause auch die Umgebung der Jugendherberge erkunden und einen Ausflug an die Hamme machen. Mit vereinten Kräften konnten wir dort  Glenn davon abhalten, die Wassertemperatur der Hamme am eigenen Leib zu überprüfen. Es war aber knapp. 

Für den Abend hatte die "Jurtenschnackstockbrotbeauftragte" Kathrin schon zu Hause Vorbereitungen getroffen: 2 Kilo Mehl waren zum Brotteig verarbeitet worden und warteten auf den Verzehr. Hierbei zeigte sich, dass Oliver mit seinen Mengenangaben im Vorfeld der Veranstaltung wohl etwas zu optimistisch war - nicht mal die Hälfte wurde im Kamin der Jugendherberge verbacken. Auch in der Frage der Backtechnik gab es Differenzen: Während die männlichen Bäcker Oliver und Glenn die schwarze Kruste bevorzugten,  befolgten die weiblichen die Anweisungen im Pfadfinder-Lehrbuch: "goldgelb" sollte es sein, das Stockbrot.

Als wir Sonntag Nachmittag nach dem Mittagessen unsere Sachen packten, waren sich alle einig:  es war ein schönes Wochenende, wir hatten Spaß, haben neue Lieder gelernt, haben uns etwas neuem geöffnet, den eigenen Horizont erweitert,  und in kurzer Zeit eine Gemeinschaft gebildet.  Im nächsten Jahr wollen wir damit weitermachen.

Kirstin

Nun steht auch schon der Termin fest: Samstag, 22.01.-23.01.2005 ! Sofort eintragen in den Kalender !!!

 

 

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