Unser 'wasm8eigentlich-Kandidat' für den April 2004:

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Michael!    

Ein ehemaliger Turmbau-Ing. im Gespräch:

So, Michel! Ernst hat gesagt:" Der ist ja erst mit 18 zu den Pfadfindern gekommen, der hat ja das Beste verpasst!"

Das stimmt ..., aber trotzdem hat's gereicht, war doch gut, oder???

Zu welcher Gruppe gehörtest Du denn eigentlich?

Ich gehörte anfangs zu keiner Gruppe, ich war immer so mittendrin, und dann irgendwann waren wir ja beide Rover-Ranger bei Schmiddi.

Durch wen bist Du zu den Pfadfindern gekommen?

Na, durch Frank, ist doch wohl klar, oder? Und der hatte damals ja noch so'ne kleine Schwester ... die hat er ja immer noch, aber sie ist jetzt eben nicht mehr so klein und damals waren 8 Jahre eben viel.

Wann war das alles denn überhaupt?

Es muss Pfingsten 1981 gewesen sein, im September 1980 haben Frank und ich angefangen zu lernen und er brauchte für das Pfingstlager einen Fahrer. Damals hatte ich meinen gelben Käfer noch, der Zeltplatz war auf einem amerikanischen Fliegerhorst. Nach drei Nächten Feuerwache war ich so müde, dass ich tagsüber dann eingeschlafen bin und die Anderen mir den ganzen Bauch vollgemalt haben.

Welches war denn für Dich das beste Lager?

Das Beeindruckendste war einfach Friedrichsburg im Weserbergland im Sommer 1981.

Warum?

Es war eben das erste und einzige große Lager, wo wir viel gebaut haben. Alleine der große Tisch und der Turm - irgendwann mussten wir aufhören zu bauen, weil das Baumaterial ausging. Es war wohl auch das erste Lager, wo wir Türme gebaut haben, sprich: ein Kohtendach als Turmspitze mit Vierecksbahnen rundherum.

Ernst: Das war das Lager, wo sie mich mit der Taucherbrille unter der Dusche fotografiert haben und mit dem selbstgebauten Backofen mein gesamtes Kochgeschirr verkokelt haben. Das war aber auch das Lager, wo Michel mit seinem Riesenkopfkissen, das immer auf seinem Kopf lag, noch im Auto übernachtet hat!

Ein weiteres großes Lager war Holzhausen, da haben wir eine Brücke über den Fluss gebaut. Das war auch gut. Gefallen hat mir auch die Fahrradtour durch Dänemark - wer war da eigentlich alles mit?

Das waren doch nur wir - Schmiddi, Peter S., Guido, Andy, Uwe Schwer., Du, Barbara und ich ...

Stimmt, wir haben ja alle in Schwid.'s Bus gepasst.

Was war für Dich denn das Interessanteste an der Pfadfinderei?

Das kann ich eigentlich gar nicht sagen, irgendwie war alles spannend ...

Was hat Dich am meisten gestört?

Na, Andachten halten, das war nicht so mein Ding. Ich hab' immer gesehen, dass ich nicht drankomme. Irgendwie hab' ich das auch geschafft. Ein oder zwei habe ich wohl gehalten ...

Kirsten: Echt? Das kann ich mir ja überhaupt nicht vorstellen! Gibt es da Aufzeichnungen von? Die würde ich ja gerne mal lesen!

Das ganze ist ja jetzt über 20 Jahre her, doch wenn ich mal so richtig überlege, stammen die einzigen und richtigen Freundschaften aus der Zeit, und das ist doch viel wert, oder?

Wie kam es denn, dass Du aufgehört hast?

Irgendwie hat sich dann doch alles aufgelöst, oder? Bei mir kam dann '85 auch noch die Bundeswehr, die dann Allem ein Ende gesetzt hat.

Gibt es etwas, was Du aus dieser Pfadfinderzeit vermisst?

Ja, die Feuerkokelei um Beispiel ...

Kirsten: Na, das kannst Du ja jetzt mit Deinem Sohn machen, der kokelt ja auch schon ganz gerne.

Würdest Du Deine Kinder heute auch zu den Pfadfindern schicken?

Ja!

Kirstin: Wenn es bei uns eine vernünftige Gruppe geben würde, schon.

Ja, ich glaube, dann würde ich sogar wieder mitfahren ...

Na, dann mal los. Olli würde sich darüber bestimmt freuen. Jetzt noch mal was anderes: Seifenkisten-Rally, warst Du dabei?

Ich glaube, da hab' ich nur zugeguckt und noch nicht aktiv mitgemacht, aber ein Windkraftwerk habe ich mal gebaut, mit ganz großen Segeln und vielen Dynamos - das war auch gut.

Jurtenschnack 2003, da warst Du ja auch gewesen - wie hat es Dir gefallen?

Das war schon sehr interessant, beim nächsten Mal nehme ich die Kinder aber mit und würde dann auch mit übernachten.

Ernst: Auja, dann bleibe ich auch da, damit Olli nicht mehr sagen kann, ich würde nicht mehr unter freiem Himmel übernachten ...

Na gut, dann sehen wir uns in alter Frische beim Jurtenschnack am 04.09.2004! Vielen dank für das Interview, Michel!

Das war das erste Interview von Kathrin, geführt am 11.07.2004 nach einem gemütlichen Abendessen mit seiner Frau Kirsten und Ernst R.! Herzlichen Glühstrumpf! War doch gar nicht so schlimm, oder? 

 

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