BILDER vom überbündisches Musikwochenende ...
(mit Klavier, Gitarre und westafrikanischer Perkussionsmusik )
... von Samstag, dem 17.01. - 10.00 Uhr bis zum 18.01.2004 - 15.00 Uhr

in der DJH - Worpswede bei Bremen.
Worpswede - Die Wochenend-Zusammenfassung von Kirstin
"Also, erst kommt zweimal das Glöckchen, und dann seid Ihr dran". Holger gibt Anweisungen für den ersten Durchgang. Erwartungsvoll warten die 12 Teilnehmer des Musikwochenendes auf ihren Einsatz. Und dann geht es los: "Kommt ein E-le-fant auf uns zu-ge-rannt mit'm Bier inner Hand". Alle trommeln den Rhythmus gemeinsam auf den afrikanischen Djembé-Trommeln und sprechen dazu den "Elefanten" - so prägt sich der Ablauf besser ein. Und nach einiger Zeit klingt es schon richtig synchron. Auf Holgers Signal hören alle auf. Strahlende Gesichter in der Runde - schon am Samstag Nachmittag nach einer kurzen Übungsphase können wir zwei Rhythmen auf der Djembe trommeln. Für Chantal, Joana und Glenn ist dies ein besonderes Ereignis - sind die Instrumente doch riesig, die sie um die Hüften geschnallt bekommen. Aber alle drei entpuppen sich als begabte Musiker - auch spät in der Nacht, als eigentlich Ruhe im Schlafzimmer herrschen soll, sind die drei immer noch dabei, die gelernten Rhythmen zu trommeln. Ernst, der erst später einsteigt, erweist sich als Schnelllerner - den "Elefanten" schafft er in kürzester Zeit, wobei ihm Oliver und Kathrin rechts und links eindeutige Hilfestellungen geben.
Das Musikwochenende in der Jugendherberge Worpswede begann am Samstag "klassisch" - aus Olivers spät in der vorherigen Nacht hergestellten Musikwochenend-Liederbuch wurden unsere "Best of" ausgewählt und mit Gitarren- und Klavierbegleitung eingeübt. Wenn dann das Kommando "Achtung, jetzt Ruhe" ertönte, wurde es ernst: Aufnahme! Obwohl die Tonqualität nicht dem heutigen CD-Standard entsprach (was wohl vor allem daran lag, dass die Kassette, die Oliver zu Hause noch ausgegraben hatte, ungefähr aus den 80er Jahren stammte - wir haben Phil Collins überspielt) - die musikalische Qualität war sehr gut! Strubb erwies sich als "Meister der zweiten Stimme" und steuerte bei den meisten Liedern einen schönen Harmoniepart bei. Für die nächsten Fahrten und Abende am Lagerfeuer sind wir alle bestens gerüstet.
Auch die schauspielerischen Qualitäten waren gefragt - es galt, die Geschichte vom kleinen Matrosen szenisch darzustellen. Wer anderes als Glenn war für die Rolle des Matrosen einfach die Idealbesetzung. Sein Liebeswahn war sehr beeindruckend - wir werden es weiter beobachten und ihn in späteren Jahren an diese Darstellung erinnern. Joana als "Mädchen" starb klassisch dramatisch - da können sich die Hollywood-Schauspielerinnen noch eine Scheibe abschneiden. Und die Rahmenhandlung, von Chantal vorgeführt, stellte eindringlich die Geschichte dar. Beim zweiten Durchlauf klappe es noch besser, und die Vorführung für Holger erntete tosenden Applaus. Auf jeden Fall ist hier neben dem Abräumer "Ging Gang Gully" ein zweites Highlight für Gruppenstunden und als Beitrag für den Singewettstreit herangewachsen.
Glücklicherweise konnten wir Samstag in einer Regenpause auch die Umgebung der Jugendherberge erkunden und einen Ausflug an die Hamme machen. Mit vereinten Kräften konnten wir dort Glenn davon abhalten, die Wassertemperatur der Hamme am eigenen Leib zu überprüfen. Es war aber knapp.
Für den Abend hatte die "Jurtenschnackstockbrotbeauftragte" Kathrin schon zu Hause Vorbereitungen getroffen: 2 Kilo Mehl waren zum Brotteig verarbeitet worden und warteten auf den Verzehr. Hierbei zeigte sich, dass Oliver mit seinen Mengenangaben im Vorfeld der Veranstaltung wohl etwas zu optimistisch war - nicht mal die Hälfte wurde im Kamin der Jugendherberge verbacken. Auch in der Frage der Backtechnik gab es Differenzen: Während die männlichen Bäcker Oliver und Glenn die schwarze Kruste bevorzugten, befolgten die weiblichen die Anweisungen im Pfadfinder-Lehrbuch: "goldgelb" sollte es sein, das Stockbrot.
Als wir Sonntag Nachmittag nach dem Mittagessen unsere Sachen packten, waren sich alle einig: es war ein schönes Wochenende, wir hatten Spaß, haben neue Lieder gelernt, haben uns etwas neuem geöffnet, den eigenen Horizont erweitert, und in kurzer Zeit eine Gemeinschaft gebildet.
Kirstin
Und hier sind sie: Die Bilder!

Voller Einsatz für die Kinder: "Ein kleiner Matrose umsegelte die Welt ..."

Nach harter Gesangsarbeit eine ordentliche Stärkung, denn am Nachmittag sind Perkussions angesagt ..

Zur Entspannung dann doch noch ein kurzer Spaziergang ...

... an die idyllische Hamme in Worpswede.

Ernst war ja vor dem Trommeln besonders nervös, bekommt dann aber noch Caffee und Zuspruch von Kathrin.

Und plötzlich ist er da, unser Meister des Ziegenfelles: Holger!

Absolute Konzentration ist nun angesagt!

Chantal, Ernst und Kathrin sind von der Schnelligkeit beeindruckt.

Kirstin, Joana und Glenn sind hingegen angestrengt auf der Taktsuche ...

Vielleicht versteckt sich der Takt ja auch dort oben ....?

Sabine voll konzentriert, Holger voll motiviert ...

Probiert es Chantal etwa mit Gesang? Nein, wohl eher mit der rhythmischen Sprechbegleitung: "Kommt ein E-le-fant - auf mich zu-ge-rannt - mit 'nem Bier in der Hand - welches un-be-kannt - ... " (.... wird aber vermutlich Bananenbier sein: Also Vorsicht, das ist nur etwas für die ganz resistenten Organe ...)

Ernst im sicheren Geleitzug ...

Selbst Glenn, der angeblich vieles sofort mit dem Begriff "laaaangweilig" belegt, läuft zur Höchstform auf.

Es scheint ihm sogar regelrecht Spaß zu machen.

Auch Strubb wollte ja eigentlich gar nicht trommeln, lächelte dann aber doch ...

Und nicht nur Joana spürte schon nach kurzer Zeit das ungewohnte Kribbeln in den Händen.

Johanna und Karsten brauchten sie nicht, Sohn Henning hingegen brauchte sie dann doch: Die Ohrenstöpsel.

An der Handhaltung zu erkennen: Der Takt stimmte!

Abends dann in entspannt-gemütlicher Runde ...

... wurde dann doch irgendwie der Rhythmus im Kaminzimmer mit Brot am Stock fortgesetzt.
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